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Aus alten Internet-Berichten

Die guten alten Zeiten I

Kirchliche regionale Nachrichten aus den "Heimatglocken" der ev. Gemeinden Tann, Neuswarts, Habel und Hilders (81. Jahrgang, Februar 2001):

Zum Abschied ein Gottesdienst mit viel Musik
Kirchenrat Pfarrer Johann Rüppel in den Ruhestand verabschiedet


Am 1. September 1967 wurde Johann Rüppel Pfarrer in Tann. Niemand ahnte, daß er 33 Jahre hier wirken würde. Er übernahm die 3. Pfarrstelle. Eine Arbeitsfülle stürzte auf ihn ein: Amtshandlungen, Gottesdienste, Seelsorge, die Geschäftsführung in Habel und teilweise gleichzeitig in Tann, die Vertretung während fünf Vakanzen in Hilders. Seine Musikalität und Begeisterung für die Kirchenmusik und andere Musik schlugen sich in vielfältigem Engagement nieder: Leitung des Kirchenchores seit 33 Jahren, Gründung des Tanner Musiksommers und der Woche der Alten Musik, Bau und Fertigstellung der Orgel in der Stadtkirche, Landesobmann der Kirchenchöre in unserer Landeskirche, 10 Jahre Mitarbeit am Evangelischen Gesangbuch. Als Anerkennung für seinen Einsatz, auch als Mitglied der liturgischen Kammer unserer Landeskirche, verlieh ihm diese 1994 den Titel Kirchenrat.

Aus Freude am Journalismus übernahm er die Redaktion der "Heimatglocken" und gab Text- und Notenbücher heraus. Seine Aufgeschlossenheit für die Ökumene zeigte sich in der guten Zusammenarbeit mit den katholischen Gemeinden des Ulstertales und im Schärfen des Blickes für das Judentum und die Geschichte der Juden in Tann.

All dies wäre ohne eine gute Gesundheit, vielfältige Begabung und Humor nicht möglich gewesen. Für Pfarrer Rüppel ist Kirchenmusik ein wesentlicher Teil von Gottesdiensten. In mancher seiner Predigten legte er ein Kirchenlied aus. Und schwierige Predigttexte erschlossen sich ihm und der Gemeinde durch Musik, besondersvon Johann Sebastian Bach.

In einem Kirchspielgottesdienst wurde Kirchenrat Johann Rüppel am 28. Januar 2001 durch Dekan Seeberg in den Ruhestand verabschiedet. In dem Gottesdienst wirkten mit: Dekan Bengt Seeberg, Pfarrerin Sabine Werner, Pfarrer Johann Rüppel als Dirigent und Prediger, Lektor Heiner Kirchner, der Kirchenchor Tann, Mitglieder des Tanner Pfingstorchesters und Thomas Nüdling an der Orgel. Die Evangelisch-lutherisehe Kirchengemeinde Tann, die Stadt Tann und die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck verdanken Pfarrer Rüppel und seiner Frau viel. Der Dank und die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt gelten ihm und seiner Familie.

Sigrid Kreuder

 

Vakanz Pfarrstelle 11
Es freut mich, unseren Gemeindemitgliedem mitteilen zu können, dass Pfarrerin Heike Dietrich mit halbem Dienstauftrag zur Vakanzvertretung eingesetzt worden ist. Pfarrerin Dietrich wird im Kirchspiel Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Goldene Hochzeiten und Beerdigungen übemehmen.  Mit Anfragen zu diesen Amtshandlungen wenden Sie sich bitte zunächst an mich.  Für den Unterricht der Vorkonfirmanden im Bezirk 11 (Wendershausen, Habel ... ) ist sie ab 20.  Februar zuständig. Der Unterricht findet wöchentlich am Dienstag von 15.30 - 16.15 Uhr im Pfarrhaus, Annastraße 6, statt. Sie erreichen Pfarrerin Dietrich unter Tel.: (0661) 2 42 78 88.

Pfarrerin Sabine Werner

 

Tanner Musiksommer
Auch im Jahre 2001 wird es wieder einen Tanner Musiksommer geben. Mit einem Chorkonzert am Abend des 1. Pfingstfeiertages soll er beginnen. Der ev. Kirchenchor Tann und der katholische Kirchenchor Hilders werden unter Leitung von Thomas Nüdling (Detmold/Lahrbach) musizieren (3. Juni). Im Fest-und Kirchspielgottesdienst am Pfingstmontag (10 Uhr, Stadtkirche Tann) wird voraussichtlich der neue Dekan aus Fulda, Bengt Seeberg, predigen.

Schwerpunkt des 33. Tanner Musiksommers werden Konzerte mit der Orgel sein. Am Sonntag, den 22. Juli (17 Uhr) findet wieder ein Konzert im Rahmen des Thüringer Orgelsommers statt. Programm und Ausführende werden noch bekanntgegeben werden.

"Tierische Orgelmusik" bringt Eva Wolf am Samstag, den 11. August um 20 Uhr zu Gehör. Neben Werken über den Kuckuck und die Nachtigall werden u.a. C. Saint-Saens "Schwan" aus dem "Karneval der Tiere" und N. Ogdens "Penguin's playtime" zu hören sein.

Einen Monat später, am Samstag, den 8. September, gastiert der tschechische Organist Jan Kalfus aus Prag in Tann. Neben Werken von J. S. Bach stehen Kompositionen tschechischer Meister auf seinem Programm: Jiri Ropeck, Thomas Daniel Schlee und Frantisek Musil.

Den Abschluss bildet am Sonntag, den 16. 9. um 17 Uhr das Duo Lothar Koch (Saxophon/Klarinette) und Horst Tann (Orgel).

 
33 Jahre Pfarrer bei einem wüsten Waldvolk
Jean Baptiste Pfaff im Gespräch mit
Kirchenrat Johann Rüppel


J. B. Pfaff:
"Suche für mein kleines wüstes, unartiges Waldvolk aus pädagogischen Gründen einen evangelischen Pfarrer" so etwa wandte sich 1534 Eberhard von der Tann an Martin Luther. Ist diese Bitte auch 2001 noch aktuell?
J. Rüppel:
Nun lassen Sie mal das "kleine wüste, unartige Waldvolk". Ich kam 1967 hierher, keine 68er demonstrierten oder warfen Steine, ich habe mich hier mehr als 30 Jahre sehr wohl gefühlt. Auch in Tann ist die Zeit nicht stehen geblieben. Tanner surfen im Internet, haben einen rührigen Kultur- und Geschichtsverein, einen Swinger-Club und eine schöne neugotische Kirche, die auch besucht wird.

J. B. Pfaff:
In dieser Kirche wurden Sie am 28. 1. verabschiedet. Die "Nachrufe" in der"FULDAER" und "Südthüringischen Zeitung" betonen besonders ihr musikalisches Engagement...
J. Rüppel:
Leider, das ist eben nur sehr bedingt richtig. Die Orgel mußte gebaut werden, einen Kirchenchor gab es schon vorher und wird es auch weiter geben und. den etwa 350 von mir angeregten und durchgeführten Konzerten stehen ungleich mehr pfarramtliche Aktivitäten gegenüber, mehr als 2 500 Gottesdienste, ca. 500 Taufen, mehr als 800 Konfirmandinnen und Konfirmanden habe ich konfirmiert und weit über 800 Beerdigungen gehalten. Nur wurde das, weil selbstverständlich, nicht besonders erwähnt, wie auch die ungezählten Schul- und Konfirmandenstunden.

J. B. Pfaff:
Die Gottesdienste waren offenbar ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit, gibt es da besondere Highlights, an die Sie sich erinnern?
J. Rüppel:
Zusammen mit dem Kirchenchor wurden der Spätgottesdienst am Heiligabend, der Osterfrühgottesdienst mit anschließendem Osterfrühstück und der Kirchspielgottesdienst am 2. Pfingstfeiertag eingeführt. Ganz wichtig war für mich die christlich-jüdische Feierstunde am 23. November 1978 mit Dechant Göb aus Lahrbach und dem aus New York angereisten letzten jüdischen Rabbiner von Tann Henry Okolica.Gottesdienste 1989 zum 100jährigen Kirchenjubiläum und nach der Grenzöffnung mit Pfarrern und Gemeinden aus Thüringen sowie die Einführung des neuen Gesangbuches am Reformationstag 1991 sind sicher erinnernswert.

J. B. Pfaff:
Das Reformationsfest war für Sie wichtig, ich denke da gern an einen Gottesdienst mit Ihrer Kollegin Sabine Werner und hnen als streitendes Ehepaar Luther zurück.  Welche Bedeutung hat für Sie eigentlich die Ökumene?
J. Rüppel:
Auch wenn die ökumenische Großwetterlage zur Zeit nicht gerade freundlich ist, die Zukunft der Kirchen wird eine ökumenische sein. Als Mitglied der internationalen und interkonfessionellen" Arbeitsgemeinschaft Ökumenisches Liedgut" (AÖL) bin ich mitverantwortlich für das kleine "ö" (=oekumenisch) neben den vielen Liednummem in evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gesangbüchern in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

J. B. Pfaff:
Was heißt das konkret?
J. Rüppel:
Christen aller Konfessionen in Mitteleuropa singen jetzt bei vielen gemeinsamen Liedern den gleichen Text, darauf weist das kleine "ö" hin. Und das ist viel. Wichtiger aber war auch für mich natürlich die Ökumene vor Ort. In allen katholischen Kirchen des Ulstertales habe ich als evangelischer Pfarrer zu tun gehabt, bei gemeinsamen Trauungen, bei Beerdigungen, aber auch bei ökumenischen Gottesdiensten. Die seit vielen Jahren bestehenden guten Beziehungen gerade zu den Lahrbacher Kollegen habe ich als sehr beglückend empfunden. Als evangelischer Pfarrer bei Beerdigungen in Lahrbach von engagierten Messdiensern begleitet zu werden, ist sicher nicht alltäglich, ich fand es hilfreich und gut.

J. B. Pfaff:
Das klingt alles sehr positiv. Gibt es im Rückblick auf 33 Jahre nicht auch weniger Erfreuliches?
J. Rüppel:
Sicher, wo viel Licht ist, ist auch starker Schatten. Natürlich fand ich es wenig aufbauend, als nach der 1. Bachkantate, die wir mit überwiegend eigenen Kräften musizierten, der Leiter eines gemischten Chores als einziges anmerkte, ich solle gefälligst Trompeter engagieren, die nicht so laut bliesen. Auch dass bei der Kirchenrenovierung 1989 der Kirchenvorstand sich nicht entschließen konnte, den erst 1956 installierten, steinernen "Schlachtopferaltar" durch einen schlichten Holztisch zu ersetzen, wurmt mich noch immer. Für mich war das nicht nur eine ästhetische sondern auch eine theologische Frage: der Altar in der evangelischen Kirche ist ein Tisch, auf dem die Bibel liegt, Kerzen und Blumen stehen können und an dem man Abendmahl feiert. Der KV sah das leider anders. Aber was soll's. Mein Wunschtraum, einmal eine Nummer der HEIMATGLOCKEN ohne Dreckfuhler herauszubringen, wird wohl auch nicht in Erfüllung gehen.

J. B. Pfaff.
Können Sie Menschen nennen, die für Ihre Arbeit in Tann wichtig waren?
J. Rüppel:
Neben der kritisch-aufbauenden Begleitung meiner Arbeit durch meine Frau und dann auch meine Töchter verdanke ich viel meinen Schülerinnen und Schülern.  Erwähnt werden müssen aber auch die langjährige Tanner Küsterin Hilde Koch, der Habeler Kirchenvorsteher und Küster Adam Jakob sowie der Fuldaer Kirchenmusikdirektor Manfred Kroh und Lilly Fahr von der FULDAER ZEITUNG. Beim Gestalten der HEIMATGLOCKEN habe ich viel von Ulrike Hofmann und dem Ehepaar Annett und Stefan Sachs gelernt.

J. B. Pfaff:
Und ihr Verhältnis zum Tanner Kirchenvorstand?
J. Rüppel:
Ein nicht immer spannungsfreies Miteinander, aber der Ton liegt auf: mit. Das gilt vor allem für die letzte Zeit.

J. B. Pfaff:
In Ihrer Abschiedspredigt haben Sie sich kritisch zur Tanner Bürgermeisterwahl geäußert...
J. Rüppel:
Zur Wahl, nicht zu den beiden Kandidaten: beide haben das Zeug zu einem Bürgermeister unseres Städtchens. Aber den Stil des doch sehr amerikanisch und aufwendig geführten Wahlkampfes fand ich für Tann sehr unangemessen, von dem Geld, das er gekostet hat, ganz zu schweigen. Mich würde - wie alle Tanner - interessieren, wo die nicht unerheblichen Summen herkamen. Ehemalige Tanner Juden aus der Schweiz kommen als Geldgeber wohl nicht in Frage. Herrn Meysner wünsche ich viel Erfolg und eine glückliche Hand, vor allem aber, dass er sich von seinen "Sponsoren" nicht zu sehr bestimmen läßt und wirklich Bürgermeister für alle Tanner sein wird.

J. B. Pfaff:
Finden Sie es eigentlich in Ordnung, sich selbst zu interviewen?
J. Rüppel:
Das habe ich von Herrn Meysner aus seinen Anzeigen im Tanner"Stadtanzeiger" gelernt.

J. B. Pfaff:
Für so lernfähig hätte ich sie gar nicht gehalten.
J. Rüppel:
Auch ein Jean Baptiste Pfaff kann irren.
J. B. Pfaff:
Ich komme zum Schluss und fasse zusammen:
danke.

(Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung von KR Rüppel).

 Tanner Musiksommer mit Pfingstkonzert glänzend eröffnet; Pfingstsonntag, 8. Juni 2003 - 20 Uhr Erschallet, ihr Lieder! Eröffnungskonzert mit den Kirchenchören Tann und Hilders, dem katholischen Kirchenchor Hilders, und dem Tanner Pfingstorchester, Freitag, 27. Juni 2003 - 20 Uhr Gospels und Spirituals "The Glory-Gospel-Singers" (New York); Fernsehgottesdienst aus Tann im ZDF am So., 20. Juli 2003 von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr aus der Reihe "Provokation Bibel" mit dem Thema: "Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen" - mit Pfarrer W. Laakmann;.

Kirchliche Nachrichten aus der Fuldaer Zeitung:
Wilhelm Laakmann: Tanns neuer Pfarrer kommt aus Gelnhausen
Tann/Fulda (FZ/zi) Pfarrer Wilhelm Laakmann wird als Nachfolger von Kirchenrat Johannes Rüppel die zweite Pfarrstelle in Tann übernehmen. Der 45-jährige Theologe wird sein Amt Mitte August antreten. Das bestätigte auf FZ-Anfrage die Tanner Pfarrerin Sabine Werner, welche die erste Pfarrstelle in der Rhönstadt innehat.
Seine Einführung ist in einem feierlichen Gottesdienst vorgesehen, der für Sonntag, 26. August, in Tann geplant ist. Bis zu seinem Dienstbeginn wird Laakmann, der verheiratet und Vater zweier Kinder ist, aus dem Kinzigtal nach Tann umziehen. Laakmann war zuletzt Pfarrer in Gelnhausen und zudem als Polizeiseelsorger tätig gewesen. Aus diesem Arbeitsbereich kennt Pfarrerin Werner ihren künftigen Stellennachbarn bereits.

DieTanner Pfarrstelle gehört zu den sogenannten "Patronatspfarrstellen" in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Das heißt, dass der "Kirchenpatron", in diesem Falle Kilian Freiherr von der Tann, ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Bewerbers hat. Der Tanner Kirchenvorstand hatte sich in seiner Wahl für den Theologen ausgesprochen, der auch die Zustimmung Kilians von der Tann hat. Nach dem Votum aus Tann übertrug der Bischof der kurhessischeu Kirche, Dr. Martin Hein, Laakmann die Stelle.
Laakmann wird Nachfolger des langjährigen Pfarrers Rüppel, der im Januar in den Ruhestand verabschiedet worden war.

Pfarrer Wilhelm Laakmann eingeführt Am 26.8.2001 wurde in einem
Kirchspielgottesdienst in der Stadtkirche zu Tann Pfarrer Wilhelm Laakmann um 14 Uhr nach halbjähriger Vakanz der Pfarrstelle rückwirkend zum 16.8.2001 in seinen Dienst eingeführt für die Pfarrstelle Tann II (Wendershausen / Theobaldshof / Habel). Zu erreichen ist er: Pfr. Wilhelm Laakmann, Annastr. 6, Tel. 266; oder: Büro der Kirchengemeinde: Frau Regina Gerling, Annastraße 6, Tel 266; Fax 23, Öff nungszeiten: Di. - Fr., 9.00 - 1 1.00 Uhr. Bezirk I (Tann / Neuswarts): Pfarrerin Sabine Werner, Annastraße 7, Tel. 1682
Kirchenrat Pfarrer Johann Rüppel am 28. Januar 2001 in den Ruhestand verabschiedet Kirchenrat Rüppel wirkte 30 Jahre in Tann und iniierte den Tanner Musiksommer.
 

Aus “den guten alten Zeiten”:

Samstag, 30.9.2000 und Sonntag, 01.10.2000 Die Feierlichkeiten des Rhönklubs zur 100. Wiederkehr der Enthüllung des Denkmales des Generals Ludwig Freiherr von und zu der Tann-Rathsamhausen (in der Rhönhalle, auf dem Marktplatz, bei der Luwigseiche und auf dem Friedrichshof) waren sehr gut besucht.
 

 

Die guten alten Zeiten II

Sonntag,21. Januar 2001: Markus Meysner (CDU/UWG) wird ab 1. 7. 2001 Nachfolger von Dieter Herchenhan. Er erhielt bei 80,7%tiger Wahlbeteiligung 71,3 Prozent der Stimmen; Uwe Tholeikis (SPD) war Mitbewerber.

Markus Meysner wird ab 1. 7. 2001 Nachfolger von Dieter Herchenhan im Amt des Bürgermeisters. Alle Ergebnisse (Stand 26.3.2001) desWahlausganges hier Weitere Tanner Neuigkeiten
Tanner Stadtanzeiger Nr. 26/2001 vom Fr., 29. Juni 2001:


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
nach 52 Berufsjahren, davon 12 als Bürgermeister der Stadt Tann (Rhön), trete ich am 30. Juni 2001 in den Ruhestand.
Alles hat seine Zeit. Die Erinnerung macht bewußt: Die Reise war manchmal stürmisch, bisweilen beschaulich, gelegentlich auch freudig. Mit Eindrücken, die schon bald vergessen sind, aber auch mit Erfahrungen, die tief gehen und haften bleiben. Manche Strecken legt man gemeinsam zurück, gelegentlich ist man auf dem Weg allein. Wie auch immer, ich hatte eine schöne Zeit.
Heute verabschiede ich mich von Ihnen und sage Dank für das entgegengebrachte Vertrauen. Meinem Nachfolger im Amt, Herrn Bürgermeister Markus Meysner, wünsche ich alles Gute, viel Erfolg, Wohlergehen und glückliche Entwicklungen zum Wohle unserer Bürgerschaft, zum Wohle unseres Städtchens Tann (Rhön).
Ihr Dieter Herchenhan

Fuldaer Zeitung vom Freitag, 28.6.2001
Ein Mann, ein paar Schilder, viele Erinnerungen: Tanns scheidender Bürgermeister Dieter Herchenhan am Ortsausgang von Theobaldshof. Wo früher nicht nur Tann, sondern auch die Bundesrepublik und damit die westliche Welt endeten, herrscht heute deutscher Alltag: zwei Kilometer bis Andenhausen. Foto: Arnulf Müller

Kein Mann der plakativen Worte
Zwölf Jahre Verwaltungschef, 52 Jahre in städtischem Dienst: Heute wird Tanns Bürgermeister Dieter Herchenhan verabschiedet (von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann)
"Meine zwölf Jahre Amtszeit sind im Vergleich zur Geschichte der Stadt nur eine kleine Distanz." Bürgermeister Dieter Herchenhan (66), der am heutigen Freitag in einer Feierstunde als Verwaltungschef des Rhönstädtchens verabschiedet wird, besitzt die Gabe, seine Zeit als Tanner Bürgermeister schon jetzt mit Distanz zu betrachten.
Im Januar 1989 war Herchenhan, seit 1963 Mitglied der SPD, als Nachfolger des CDU-Mannes Wolfgang Schwake erstmals zum Bürgermeister gewählt worden, damals noch von der Stadtverordnetenversammlung. Als die erste Amtsperiode endete, entschieden sich erstmals in einer Direktwahl 74,7 Prozent der Tanner Wählerinnen und Wähler für den erfahrenen Verwaltungsmann, der sich damit klar gegen die parteilose Kandidatin Ingeborg Reinecke durchsetzte.
Ungewöhnliche Laufbahn
Das Dutzend Jahre als Bürgermeister sind im Berufsleben Herchenhans die Krönung einer ungewöhnlichen Rathauslaufbahn: Vor 52 Jahren hätte ein Junge namens Dieter Herchenhan nach Beendigung der achten Volksschulklasse als "Stift" in der Verwaltung begonnen, die damals noch ihren Sitz in der Annastraße hatte. Der Aufstieg zum Bürgermeister wurde für Herchenhan zu einer Rückkehr besonderer Art: Die Verwaltung war inzwischen in die am Marktplatz gelegene alte Schule umgezogen, und sein neues Dienstzimmer kannte der Bürgermeister schon: Es war sein letzter Volksschul - Klassenraum. "Genau dort habe ich gesessen", sagt Herchenhan und deutet auf den Besprechungstisch in seinem Zimmer. Wie viel in den Bürgermeisterjahren geschehen ist, macht eine "Bereisung" Tanns und seiner Stadtteile deutlich. Zu jedem der Orte fallen Herchenhan Projekte ein, die dort anstanden: Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Neuswarts, die Erschließung von Baugebieten in der Kernstadt und anderen Orten, Kanalisationsarbeiten, Friedhofserweiterungen, Straßenbauarbeiten, Verbesserungen der Wasserversorgung, Bau von Kinderspielplätzen und und und. Ein Highlight", ein ins Auge fallender Bau, eine große Straße findet sich nicht in Herchenhans Liste. Bescheiden spricht er von den Dingen, die zu tun waren, als "kommunaler Daseinsvorsorge". Diese Wortwahl spiegelt in ihrer Nüchternheit und Bescheidenheit etwas vom Wesen des scheidenden Bürgermeisters wider. Diese Haltung war die Basis war für ein zwar nicht aufregend-schillerndes, aber durch Solidität und Zuverlässigkeit gekennzeichnetes Handeln der Kommunalverwaltung. Dergleichen revolutioniert keine Kommune, aber es sichert ihren Bestand, weil so Orte auf unspektakuläre Weise lebenswert bleiben.

Besondere Akzente sieht Herchenhan im Bereich der Kultur: In der 800-Jahr-Feier der Stadt, im Fest aus Anlass der Verleihung der Marktrechte vor 450 Jahren. Wer heute durch Tann fährt, der merkt schon rund um den Marktplatz, dass die Zeit nicht stehen geblieben ist: Die Stadt hat sich herausgeputzt, hat im Bereich des Museums und mit dem OchsenbäckerHaus Anziehungspunkte, die auch überregional Beachtung finden.
Das Aufregendste in Herchenhans Amtszeit hatte zweifelsohne seine Ursache in einem Impuls von außen: Die Grenzöffnung und das rasch danach folgende Ende der DDR. Herchenhan macht auch heute keinen Hehl daraus, wie sehr ihn das Ende der so unverrückbar scheinenden Grenze bewegt hat: "Noch heute habe ich ein komisches Gefühl, wenn ich bei Günthers oder Theobaldshof über die Grenze' fahre -auch wenn es schon seit zehn Jahren wieder die Grenze nach 'Thüringen ist."
Der Rhönklub lockt
"Ich denke nicht, dass ich in ein tiefes Loch falle", gibt Herchenhan sich mit Blick auf den nahen Ruhestand gelassen. Der Gewinn an Freizeit werde zunächst der Familie zugute kommen. Dann gebe es einiges an vernachlässigten Steckenpferden, betont Herchenhan und berichtet von seinem Garten, aber auch von der Freude am Wandern. "Der Rhönklub-Zweig-verein hat eine sehr aktive Seniorengruppe ..." An seine frühen Einsätze als freier Mitarbeiter der Fuldaer Zeitung - beispielsweise in Sachen Kommunalpolitik - will Herchenhan jedenfalls (bislang) nicht anknüpfen. Doch damit Langeweile gar nicht erst aufkommt, hat der scheidende Bür-germeister ein neues Ehrenamt bekommen: Er ist Kreisvorsitzender des Sozialverbandes VdK, der im Landkreis in 43 Ortsvereinen rund 4000 Mitglieder hat.

Fuldaer Zeitung vom Montag, 2. Juli 2001:
Festakt für den scheidenden Bürgermeister Dieter Herchenhan / Staffelholz für Meysner
Abschied eines “guten Kerls”
 

 

Abschied und Neubegi nn: Dieter Herchen han (rechts) und Markus Meysner vor der Tanner Rhönhall e. Foto: Hajo Drabe

Vom Redaktionsmitglied Bernd Götte

"Meine Damen und Herren, das war's!" - Diesem knappen Schlusssatz des scheidenden Tanner Bürgermeisters Dieter Herchenhan (SPD) folgten stehend dargebrachte Ovationen. Nahezu alles, was in Tann Rang und Namen hat, war in die Rhönhalle gekommen, um das Stadtoberhaupt zu verabschieden. Gleichzeitig entboten die Honoratioren dem neuen Rathauschef Markus Meysner (CDU) ein herzliches Willkommen. Der Umstand, dass Herchenhan und Meysner verschiedenen Parteien angehören, spielte bei diesem harmonischen Festakt nur am Rande eine Rolle. Die Betonung lag auf den verbindenden Elementen. Lang war die Reihe der Persönlichkeiten, die mit freundschaftlichen Worten ihre Wertschätzung für die beiden Hauptakteure des Abends ausdrückten: Es sprachen unter anderem für die Stadtverordneten Kilian von der Tann (CDU), Günter Braun (UWG) und Renate Hofmann (SPD), die Orts-vorsteher Manfred Mischitz, Gerhard Schwerd und Achim Wagner, Pfarrerin Sabine Werner für die Evangelisch-Lutherische Kirche und Paul Gerhard für die Katholische Kirche, der Bürgermeister von Kaltennordheim Ulrich Schramm sowie Werner Eichler von der VR Bank. "Herchenhan war sein Leben lang für die Stadt da", würdigte Stadtverordnetenvorsteher Lothar Kümpel den scheidenden Bürgermeister. Mit ihm gehe ein Stück Tanner Geschichte. Kümpel lobte besonders Herchenhans "Herz für sozial Schwache", das er auch in seinem Einsatz als VdK-Vorsitzender zeige. Markus Meysner charakterisierte Kümpel als "ein Kind unserer Heimat" und skizzierte dessen Lebensweg.

"Der Dieter ist ein guter Kerl", fasste Meysner die Meinung der Tanner über seinen Vorgänger zusammen. Er selbst zeigte sich voller Zuversicht für sein neues Amt: "Ich freue mich schon auf Montag, wenn ich ins Rathaus gehen und für Tann arbeiten kann".

"Bürgermeister Herchenhan hat es nicht leicht gehabt", befand Landrat Fritz Kramer mit Blick auf die ehemalige Zonenrandlage der Rhönstadt. Er bescheinigte Herchenhan vornehme Zurückhaltung und Bescheidenheit: "Sie waren ein Partner, mit dem ich gerne zusammen gearbeitet habe", sagte Kramer und schloss in seinen Dank auch Gattin Renate Herchenhan mit ein. An Meysner lobte der Landrat dessen "Originalität und Ursprünglichkeit". An ihm liege es nun, Zeichen zu setzen, Initiativen zu ergreifen und Visionen zu entwickeln."Auf DauerkanneinPolitiker nur bestehen, wenn er sagt, was er denkt, und tut, was er sagt", gab das Kreisoberhaupt dem neuen Bürgermeister mit auf den Weg.

Herchenhan selbst wertete die Amtsübernahme durch Meysner als einen "Meilenstein" in der Tanner Geschichte. "Ihre Startvoraussetzungen sind gut", sagte der scheidende Bürgermeister zu seinem Nachfolger. Nicht ohne Stolz wies Herchenhan darauf hin, dass er "geordnete Kassen" hinterlasse. Für die Stadtverordneten wünschte er sich ein kollegiales Miteinander. "In der Kommunalpolitik sollte es keine Sieger und Besiegte geben", befand der Rathauschef. In seinen Dank bezog er neben Ehefrau Renate besonders auch den Tanner Ehrenbürgermeister Karl Hilgen ein, der Herchenhan seinerzeit 1949 als Lehrling bei der Stadtverwaltung eingestellt hatte. Als glücklichstes Ereignis seiner Amtszeit bezeichnete er die Grenzöffnung 1989. Für seinen Nachfolger Meysner hatte er noch eine Überraschung parat: Er überreichte ihm ein Staffelholz. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom MusikCorps der Freiwilligen Feuerwehr Tann unter der Leitung von Albert Zörgiebel. Manfred Dehler gab mit launigen Versen einen augenzwinkernden Einblick in die Arbeit der Stadtverwaltung.

 

 

www.tannennadel.de

Zeitung für das Tanner Land: NEU ab heute erhältlich in 4. Ausg. vom Do., 12.9.2003 (zum Wirtefest) erstellt durch www.hofmann-heine.de ;
 

Tanner FDP nimmt Stellung zum Tanner Schwimmbad (Fuldaer Zeitung):
FDP Tann zur aktuellen Diskussion um das Freibad der Rhönstadt:
Überzogene Debatte
Tann (FZ) Sa. 16.8.2003: Zur aktuellen Diskussion um die Zukunft des Tanner Freibades hat jetzt die FDP Stellung genommen.
Hinsichtlich der finanziellen Situation der Stadt Tann schreibt der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Jörg Witzel: "Wir müssen deutlich sagen, dass die Zeit der Statussymhole vorbei ist. Wir alle haben die Pflicht, heute an die finanzielle Belastung für unsere Kinder zu denken und dem Rechnung zu tragen." Die Debatte um das Tanner Schwimmbad sei völlig emotionsgebunden und überzogen. Bei einer Versachlichung werde man schnell zu dem Punkt kommen, wonach sich die Stadt Tann kein Schwimmbad mehr leisten könne.
Witzel weiter: "Ich sehe keine Notwendigkeit, das Freibad zu Lasten jüngerer Generationen zu erhalten. Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. "Die Alternativen zum Freibad seien für die Bevölkerung vorhanden: Die angrenzende Gemeinde Hilders besitze ein tolles Bad.
 

Für den Erhalt des Tanner Schwimmbadessetzt sich der Förderverein Geriethbad ein, erste Versammlung war am 31.7.2003, Gründungsversammlung war am 28.8.2003, siehe www.geriethbad.de,
Tann lädt am Samstag und Sonntag, 13. -14.9.2003 zum 23. Tanner Wirtefest mit dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, am Sonntag 11 Uhr großer Festumzug und buntes Stadtprogramm, ab 17 Uhr Papa Hiebers Dixie Schiebers; Ausstellung:"Arbeit ist ein Menschenrecht" mit Karikaturen von Thomas Plassmann im Naturmuseum Mittwoch, 09.07. 20.00 Uhr (Bild: Pfarrer Herbert Lucan überreicht dem Gastredner Heinrich Hess vom Biosphärenreservat eine Dankesgabe)

Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereines feierlich beigesetzt. Der in den frühen Morgenstunden des 6.9.2000 auf einer Geschäftsreise bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte langjährige Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereines, Herr Richard Zobel, wurde am Montag, dem 11.9.2000 unter sehr großer Anteilnahme der Tanner und der auswärtigen Bevölkerung in Tann beigesetzt.

Neuwahl des Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereines am 4.12. 2000:
Der Lahrbacher Gastronom Dieter Kehl
(Rhöner Charme und “Wirtevereinigung”) wird auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zum 2. Vorsitzenden wird der Steinmetz Uwe Brotzmann gewählt.


TANN adress erschien
einkaufen... wohlfühlen... alles in TANN (Rhön)
Der Runde Tisch gab bekannt, daß im Herbst 99 in Tann ein neues Branchenverzeichnis erschien.
Es wendet sich an Gäste und Einheimische aus Tann und den Nachbargemeinden.
Die Einheimischen werden über die aktuelle Vielfalt der Branchen und Anbieter in Tann informiert.
Die Gäste erhalten weitere urlaubsrelevante Informationen.
Der 24-seitige Führer im Format A5 ist kostenlos und liegt an allen wichtigen Orten aus. Er wird durch Werbung finanziert und herausgegeben vom Runden Tisch des Gewerbe- und Verkehrsvereins Tann (Rhön) e. V..
Im Führer sind alle Tanner Betriebe nach Branchen geordnet zeilenweise aufgelistet. Die einzelne Zeile ist für die Betriebe kostenlos. Kostenpflichtig ist der Abdruck eines Logos oder einer Werbefläche. Gewerbetreibende, die im nächsten Jahr werben möchten, werden gebeten, sich mit dem Schriftführer des Runden Tisches in Verbindung zu setzen. Der Schriftführer Brinkmann ist über das OchsenbäckerHaus Tann unter Tel. (0 66 82) 91 93 93 erreichbar.

TANN adress ist nach dem Zusammenschluß zur Tanner Werbegemeinschaft im Juli 98 eine weitere Aktion des
Runden Tisches, der sich bemüht um:

    · Vielfalt des Angebots und der Anbieter

    · einheitliche Kern-Öffnungszeiten tägl. 9-12.30 und 14-18 Uhr; samstags bis 13 Uhr
    kundenfreundliche Geschäfte und gebührenfreie Parkplätze

    · Steigerung der Attraktivität von Tann als Einkaufsort

 

 

 

 

 

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